Designer: Helmut Bätzner
Helmut Bätzner ist ein visionärer deutscher Architekt und Designer, dessen Name untrennbar mit einer technologischen Revolution im Möbelbau verbunden ist. Mit seinem Entwurf des „Bofinger-Stuhls“ schuf er den ersten einteiligen Kunststoffstuhl der Designgeschichte und prägte damit das Bild der modernen Einrichtung in den 60er- und 70er-Jahren nachhaltig. Seine Arbeiten stehen für die perfekte Symbiose aus industrieller Innovation und zeitloser, funktionaler Formgebung.
Leben und architektonische Wurzeln
Geboren 1928 in Kassel, war Bätzner im Herzen eigentlich Architekt. Nach seinem Studium an der Technischen Hochschule Stuttgart arbeitete er im Büro von keinem Geringeren als Egon Eiermann – einem der Giganten der deutschen Nachkriegsmoderne. Diese architektonische Schule prägte Bätzners Blick für Struktur und Statik massiv. Sein bekanntestes Bauwerk ist das Badische Staatstheater in Karlsruhe, doch seine Leidenschaft für das Experimentieren mit neuen Materialien führte ihn schließlich direkt in den Olymp des Möbeldesigns.
Der Bofinger-Stuhl: Eine Revolution aus Kunststoff
Das Herzstück von Bätzners Design-Erbe ist der Bofinger-Stuhl (BA 1171), den er zwischen 1964 und 1966 entwickelte. Er war eine technologische Sensation: Der weltweit erste Stuhl, der aus glasfaserverstärktem Polyester (GFK) in einem einzigen Pressvorgang hergestellt wurde. Nur wenige Minuten dauerte die Produktion eines Exemplars – eine Revolution für die industrielle Fertigung und den Massenmarkt. Was den Bofinger-Stuhl bis heute so besonders macht, ist seine charakteristische, fließende Form und die enorme Widerstandsfähigkeit. Er ist stapelbar, leicht und sowohl für den Innen- als auch Außenbereich geeignet. Der BA 1171 ist Klassiker der zeigt, wie hochwertig und langlebig Kunststoff-Design sein kann, wenn es mit technischem Verstand und Liebe zum Detail entworfen wurde.
Egal ob in kräftigem Rot, klassischem Schwarz oder selteneren Farbtönen – ein originaler Bätzner ist ein echtes Statement-Piece für jedes Mid-Century-Zuhause und ein Beweis dafür, dass gute Gestaltung niemals altert.







