Hersteller: JEKA
Die Geschichte von JEKA (offiziell JEKA Metaltryk A/S) ist eng mit dem goldenen Zeitalter des dänischen Lichtdesigns verknüpft. Gegründet wurde das Unternehmen in den 1960er Jahren von Kurt Wiborg in Holstebro, Dänemark. Der Name „Metaltryk“ verrät bereits das technologische Herzstück der Firma: das Metalldrücken. Bei diesem speziellen Verfahren werden flache Metallscheiben auf einer rotierenden Form in hochpräzise, geschwungene Schirme verwandelt. Unter Wiborgs Leitung entwickelte sich JEKA von einer kleinen Werkstatt zu einem der bedeutendsten Akteure auf dem skandinavischen Markt, der für seine kompromisslose Qualität und seine Liebe zu geometrischen Formen bekannt wurde.
Kurt Wiborg und die Vision des blendfreien Lichts
Kurt Wiborg war nicht nur der Gründer, sondern auch die treibende kreative Kraft hinter vielen Entwürfen. Sein Ziel war es, hochwertige Leuchten zu produzieren, die dem demokratischen Designansatz Skandinaviens folgten: Schönheit und Funktion für jedermann. Wiborg orientierte sich dabei stark an den Licht-Theorien von Pionieren wie Poul Henningsen. Er perfektionierte das System der gestapelten Lamellen, um das Licht so zu lenken, dass es den Raum warm ausleuchtet, ohne das Auge zu blenden. Jede JEKA-Leuchte ist ein Beweis für Wiborgs Verständnis von Proportionen – die Abstände zwischen den Schirmen wurden oft mathematisch präzise berechnet, um eine optimale Lichtreflexion zu erzielen.
Materialität und zeitlose Farbakzente
JEKA bewies ein besonderes Gespür für Oberflächen und Farbkombinationen, die den Zeitgeist des Space Age und des skandinavischen Purismus vereinten. Neben klassischem Weiß und gebürstetem Aluminium finden sich in den Kollektionen oft kräftige Töne wie sattes Orange, tiefes Blau oder warmes Gold. Diese Farben wurden nicht nur als Dekoration eingesetzt, sondern beeinflussten durch die Reflexion aktiv die Lichtwärme im Raum. Die Robustheit der Metallverarbeitung sorgt dafür, dass originale JEKA Leuchten auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Brillanz verloren haben.





















